Ich bin Softwareentwickler. Als unser kleiner Sohn sieben Monate alt war, ging ich in Elternzeit. Er war ein echter „Kontakt-Schläfer“ – das heißt, er schlief nur, wenn er auf meiner Brust lag. Also saß ich jeden Nachmittag mit dem Handy in der Hand auf dem Sofa fest und kam nirgendwo hin. Ich habe viele dieser Stunden damit verbracht, endlos durch die News zu scrollen, aber schon bald begann ich, diese gefangene Zeit zu nutzen, um Ideen auf meinem Handy zu skizzieren.
Anfangs war die Organisation zu Hause nicht wirklich das Problem. Wir haben einfach nur überlebt. Doch im Laufe der Wochen zeigten sich die Lücken: Lebensmittel, an deren Kauf niemand gedacht hatte, Rechnungen, die durchgerutscht waren, und die immer wiederkehrenden „Ich dachte, du kümmerst dich darum“-Gespräche. Einen Haushalt mit einem Baby zu führen, ist eine logistische Herausforderung, auf die dich niemand vorbereitet, und irgendwann brauchten wir echte Unterstützung dabei.
Wir probierten gemeinsame Notizen, Tabellen und ein paar miteinander verknüpfte Apps aus. Nichts hat funktioniert. Eine App für Ausgaben, eine andere für den Einkauf, Erinnerungen, die über unsere beiden Handys verstreut waren. Das System war immer mehr Arbeit als das Problem, das es eigentlich lösen sollte.
Also habe ich irgendwo zwischen diesen Sofa-Nickerchen und dem Versuch, auf der Couch zu programmieren, während mein Baby auf meiner Brust schlief, angefangen, Hozy zu entwickeln. Nicht, weil die Welt noch eine App brauchte, sondern weil wir einen Ort brauchten, an dem unser Haushalt einfach funktionierte. Eine App, um zu verfolgen, wer was gekauft hat, was wir im Supermarkt brauchen, wer gerade mit der Wäsche dran ist und was diese Woche ansteht. Alles synchronisiert und so einfach, dass wir beide sie auch wirklich nutzen würden.
Das ist die ganze Geschichte. Keine große Vision, kein Team dahinter. Nur ein Einzelentwickler, der immer wieder vergaß, Windeln zu kaufen, und nach einer besseren Möglichkeit suchte, die mentale Belastung mit seiner Partnerin zu teilen.